Der erste Absatz könnte zu dem Gedanken verführen, die Autorin
wäre einem Anflug von Vernunft …
erlegen, der Gedanke, daß es klüger sei, sich dem geliebten
Manne zu unterwerfen als einer fremden Entität, ist ja
grundlogisch. Aber das war wohl nur ein Köder, was folgt, ist dann
doch nur wieder billige Propaganda. Woher kommt nur der absurde Gedanke,
Frauen würden das, was sie zur gesellschaftlichen Arbeitsteilung
beitragen, umsonst leisten? Sind sie, im Gegensatz zu Männern, vom
Konsum abgeschnitten? Dürfen sie nicht essen, sich nicht kleiden,
müssen sie auf dem kalten Boden schlafen? Oder ist es nicht
vielmehr so, daß sie im Vergleich zum Manne einen viel
höheren persönlichen Konsum pflegen, manchmal den vielfachen?
Leistet nicht also der Mann einen größeren Teil seines
Beitrages zur gesamten Arbeitsleistung »umsonst«, weil er im
Verhältnis zur Leistung weniger konsumiert?
Man sollte ehrlicherweise zum vorgeschlagenen Experiment also wenigstens
die Gegenprobe machen: Erst eine Woche Generalstreik der Frauen, dann
eine Woche Streik der Männer. Dann werden die Toten gezählt.