Beitrag
Sarrazins ungelesenes Buch
Frau Merkel sagt, es ist alles gesagt
Frage
Unsere Kanzlerin, der man vieles nachsagen, aber sicher nicht Intelligenz absprechen kann, sagte sehr früh, dieses Buch von T.S. sei "nicht hilfreich".Wenn man jetzt mal davon ausgeht, dass es bei der konzertierten Reaktion der politisch-medialen Kaste (FAZ löbliche Ausnahme) nicht nur um die Unterdrückung der Diskussion/Überprüfung politischer Antworten auf die von TS zur Diskussion gestellten Probleme des (Sozial-)Staats im demographischen Wandel geht, drängt sich mir die Frage auf: ist es sinnvoll zu versuchen, die Diskussion von Inhalten, Fakten, Statistiken, die geeignet sind, Ressentiments gegen eine best. Bevölkerungsgruppe entstehen zu lassen resp. zu verstärken, zu verhindern, indem man den Autor sozialer Ächtung (pers. Diffamierung,Berufsverbot,Parteiausschluss) unterwirft? Wäre eine offene Diskussion (mit "ungeschönten" Zahlen),in der man Probleme thematisiert, polit. Antworten begründet, inhaltlich zu überzeugen versucht,nicht der bessere Weg, der Entstehung von Ressentiments (gegen z.B. Migranten, inzwischen aber auch gegen die polit. Kaste) zu begegnen? Das setzt natürlich die Bereitschaft voraus, polit. Strategien zu Sozialstaat, Bildungspolitik,Migration auf Prüfstand der öff.Diskussion zu stellen.
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