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Caritas & Co.
Die heimlichen Geschäfte der Wohltäter
Gesagt wird Transparenz, gemeint ist Privatisierung
Herr Hanke nennt die Zahlen: Mit 55 Milliarden ist der Wohlfahrtskuchen einfach zu groß, als dass Kleine wie Global Player darauf keinen Appetit haben können. Und kein Wunder, dass es ihnen auch nicht schmeckt, dass die fast 1,5 Millionen Mitarbeiter der Wohlfahrtsverbände nicht im Niedriglohnbereich arbeiten, sondern durch Tarifverträge zumeist analog BAT geschützt sind. In der Pflege übrigens, agieren, anders als in dem Artikel dargestellt, seit 1994 privatwirtschaftliche Unternehmen. Mit dem Erfolg, dass sie zu einer in Kennziffern erfassten Ware, zu Stückgut geworden ist.
Caritas und Co. zahlen keine Umsatzsteuer weil sie eben nicht gewinnorientiert arbeiten. Bei einem Outsourcing z.B. der deutschen Krankenhausspeisung an die mehrfach zitierte Sodexho-Gruppe dürften sich vor allem deren Aktionäre freuen. Und ein bißchen was fällt dann sogar für gute Taten ab, im Sodexho-Corporate-Governance-Programm "Stop the Hunger"? Und was die Bevorzugung der Gemeinnützigen durch das Spendenrecht anbelangt: Dafür, dass für die Privatisierung aller Lebensbereiche Meinung gemacht wird, sorgen Unternehmen und Wirtschaftsverbände gerne mittels ihrer Stiftungen. Auch das steuerlich gefördert.
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