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FAZ.NET-Frühkritik: Günther Jauch
Wulffs Einmannbewegung: Occupy Bellevue
Widerliche Pressearbeit !
Es ist ein Witz, dass die Pressefreiheit durch die Sprachnachrichten
Wulffs bedroht sein soll. In Wahrheit ist das Gegenteil der Fall: Keinem
Menschen im Lande würde es gelingen der Bildzeitung erfolgreich zu
drohen, nicht einmal dem Bundespräsident. Bildzeitung, Spiegel und
auch die mir teuere FAZ reiben sich die Hände ab der ungeschickten
Aktionen des Präsidenten. So füllen sich die Blätter Tag
für Tag mit einer mittlerweile äusserst künstlich
aufgeregten Debatte. Wie scheinheilig ist es, dass Bild Wulffs
Telefonanrufe nur mit Erlaubnis desselbigen veröffentlichen wolle,
wo doch bereits der am Freitag erschienene britische Economist von
"Krieg" zwischen den Parteien sprach, also offensichtlich den
genauen Wortlaut erhalten hatte. Die Bild hat den Inhalt der
Sprachnachrichten ganz munter weitergegeben, trotz anderweitiger
Beteuerungen. Mir von solchen "Journalisten" wie Blome
erklären zu lassen, welche moralischen Standards ein
Bundespräsident zu erfüllen habe, widert mich an.
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