Woran das wohl liegen mag? Der Artikel gibt darauf ja keine Antwort.
Vielleicht liegt es daran, daß sich eine Ausbildung nicht lohnt,
wenn danach ein Leben in Armut winkt? Wer will schon für 3,50 als
Friseurin arbeiten. Und selbst ein Mindestlohn von 8,50 ist absolut
ungeeignet, Menschen zu einer Ausbildung zu motivieren, denn das
bedeutet immer noch Armut. Und selbst 12,50 pro Stunde führen
direkt in die Altersarmut, wie wir seit Frau von der Leyen wissen. Also,
wozu noch Ausbildung und Arbeit? Armut trotz Arbeit, das muß nun
wirklich nicht sein.
Und bitte, die Leser mögen mich mit den üblichen Vorurteilen
und Phrasen verschonen. Oder ist hier wirklich jemand der Meinung, die
Ausbildungsplätze seien unbesetzt, weil die potentiellen
Auszubildenden alle zu faul seien? Ist hier jemand der Meinung, in
unserer Gesellschaft, selbst wenn alle Bürger ausgebildet und
fleißig wären, gäbe es keine Armut?
Die schlichte Wahrheit ist doch, daß Arbeit sich für immer
mehr Menschen nicht mehr lohnt, daß immer mehr Menschen sich nicht
mehr versklaven lassen wollen.