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Finanzkrise
Die Kernschmelze der Union
Scheinheilig, naiv oder skrupellos fundamentalistisch
Wenn Frau Goebel tatsaechlich alle groesseren Stuetzungsmassnahmen des Staates fuer die Banken ablehnt - und damit nicht nur bereit ist, den Zusammenbruch der HRE in Kauf zu nehmen - ist sie entweder grenzenlos naiv oder skrupellos: Entweder sie erkennt das Ausmass der Krise immer noch nicht (naiv), oder sie ist bereit, das Wohlergehen von Millionen einem fundamentalistischen Eigentumsbegriff zu opfern (skrupellos). Oder - und dies scheint wahrscheinlicher - Frau Goebel ist einfach scheinheilig. Sie weiss genau, dass der Staat mit Steuergeldern in immenser Hoehe stuetzen muss, um wesentlich Schlimmeres zu verhindern. Aber sie moechte, dass diejenigen, die fuer die Krise verantwortlich sind, spaeter die staatlich ermoeglichten Kursgewinne einstreichen koennen. Genau dem aber staende die Enteignung entgegen. Faktisch redet Frau Goebel damit der Erpressung des Steuerzahlers durch die Bankrotteure das Wort (siehe der Fall Christoph Flowers/HRE). Mit einem wohlverstanden Begriff von Marktwirtschaft hat derartige Erpressung wenig zu tun. Um so etwas zu rechtfertigen, muss man eben entweder naiv, skrupellos fundamentalistisch oder scheinheilig sein.
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