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Opel-Verkauf
Ein abgekartetes Spiel
@ Wolf Teufel (wolf.teufel)
Das ist schon lustig, was manche Menschen heute unter sozialer Marktwirtschaft verstehen und wie dieser Begriff immer wieder verwechselt wird mit sozialistischer Planwirtschaft. Für mich besteht soziale Marktwirtschaft aus Errungenschaften wie betrieblicher Mitbestimmung, paritätische Bezahlung von Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung, umfassendes Arbeitsrecht, staatliche Hilfe für Unternehmen, die unverschuldet in Not geraten sind, aber eine Zukunftsaussicht haben, und und und …
Aber jetzt mehr als 200.000€ pro Arbeitsplatz bei Opel zu riskieren in einem Markt, der durch Überkapazitäten gezeichnet ist und bei dem die Käufer in den wachsenden Märkten bestimmt nicht genügend Geld haben, um Autos zu kaufen, die in Deutschland hergestellt werden, das ist viel eher sozialistische Planwirtschaft, als dass es auch nur im Entferntesten etwas mit sozialer Marktwirtschaft zu tun hat.
Die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung für dieses Wahlkampgetöse kann erst sehr viel später aufgemacht werden, im Moment ist die ganze Aktion in meinen Augen total sinnlos und sie wird noch richtig teuer werden für unsere Volkswirtschaft.
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