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Sparprogramm in Nordrhein-Westfalen
Kraftvoll gegen die Beamten
Ein erster Schritt
Das ständige Gejammer der Beamtenfunktionäre ist
unverschämt und entspricht nicht den Gegebenheiten. Kein anderer
Berufsstand hat in den letzten 30 Jahren derartig hohe
Einkommenszuwächse aufzuweisen. Allein die Struktur des
Besoldungssystems mit seinen automatischen Gehaltserhöhungen - im
Volksmund nach Alter, Dummheit und Gewicht - gibt es sonst nirgendwo.
Dazu die mittlerweile zur Regel gewordenen Beförderungen,
früher eher selten und an Leistung gebunden, heute fast automatisch
auf Druck der Gewerkschaften und aus "sozialen
Erwägungen". Vergleichbar stehen z.B. technische Angetsellte
im ÖD deutlich schlechter da. Nicht umsonst haben Beamte von allen
abhängig Beschäftigten die höchste Wohneigentumsquote.
Dazu die weit überzogenen Pensionen ohne Eigenleistung, die
früher bei den niedrigeren Einkommen hinnehmbar waren. Warum eine
A8-Pension bei halbem Bruttogehalt etwa der Höchstrente entspricht,
ist nicht mehr vermittelbar. Da ist dringender Handlungsbedarf.
Herr Muche,
Ihre Erregung in allen Ehren, aber die Fakten sind andere. Die alte
Mähr vom Gehaltsverzicht, durch den die Pensionen finanziert
würden, ist absolut grotesk und ebenso falsch. Ein
Durchschnittsverdiener 2013 hat 34 000 Euro brutto, beim Zugrundelegen
von 45 Jahren auf diesem Niveau, was utopisch ist, bekäme er eine
Rente von 1263 Euro. Ein A8-Beamter mit identischem Gehalt bezieht eine
Pension von ca. 2035 Euro. Wie bitteschön ergibt sich diese
Differenz? Der Rentner hat knapp 45 % vom letzten Gehalt, der
Pensionär 71,35 %! Demnach müsste das fiktive Gehalt des
Beamten 4575 Euro betragen, dann passten Bezüge und Pension
zusammen. Dieses eine Beispiel zeigt, dass das ganze System aus dem
Ruder gelaufen ist und schnellstens geändert werden muss, ansonsten
knallt es bald.
Dass Richter, die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben, aber wie
Beamte besoldet werden, dies natürlich für Recht befinden, ist
bestenfalls Realsatire, ernst genommen aber Rechtsbeugung.
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