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Londoner Ausstellung „British Design“
Haben Dinge Nationalcharakter?
Every thing is what it is and not an other thing,
um mal mit den Worten eines englischen Bischofs anzufangen. Nun, da die
Hüter "vor essentialistischen Nationalklischees und
biologisierenden Theorien" die standartisierte Chose der
geisteswissenschaftlichen Proseminare aus dem letzten Jahrtausend
allenorts "rubrizieren", scheint ja der letzte Hort der
(nationalen) Individualität die Schrulligkeit zu sein! Chapeau! Ich
meinerseits würde behaupten, dass ich allein an der gestalteten
Landschaft aus dem Zugfenster erkennen kann, ob ich ich mich in Italien,
Deutschland, Frankreich oder England befinde. Der Charakter eine Nation
ist ein Faktum (nicht nur weil -- zugegeben -- ideologisierte
Bücher darüber geschrieben worden sind), sondern weil es der
empirischen Realität entspricht (was zuzugeben sich etwa
amerikanische Autoren nicht schwertun). Diese Eigenheiten aufzudecken
sollte nicht das letzte Ziel der humanities sein!
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