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200 Jahre Richard Wagner
Das unwiderstehliche Böse
" auf der richtigen Seite der Geschichte stehen"- die
Uninspirierten meinen, Sie könntens`s
Als ich die Überschrift las, Frau Büning, dachte ich: oh je,
schon wieder... . Als ich den Artikel gelesen hatte, war mir schon
wieder wohler.
Warum suchen Leute, die dann mit Kunst im Zweifel eh nichts am Hut haben
und jegl.Relativismus frönen, romantische Einheit des
Künstlers mit seinem Werk?
Wer letzte Wahrheit i.d. Kunst sucht, dem gestehe ich die
Enttäuschung zu, zu erkennen, dass eben die Einheit des Reinen
zw.Künstler u.Kunst oft nicht darstellbar ist, dass ein Abgrund
zw.Beiden verbleibt.
Ich liebe Wagner u.sehe KEINEN Grund dabei immer gleich
"3.Reich" zu denken, tue ich bei Bruckner auch nicht! Ist
Phidias vllt. nur deshalb unverfänglich, weil uns sein
menschl.Urteil nicht mehr zugängl.ist (er soll ein Dieb gewesen sein!)?!
"Nach Ausschwitz könne man keine Gedichte mehr
schreiben"(T.W-A.)- wieder so ein Satz von Einem, der VOR Ausschw.
selbst nur schlechte Gedichte geschrieben hat.
Wer Kunst dem Zeitgeist opfert, hat als MEnsch in seinem
Wahrheitsanspruch verloren.
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