Ach wie schnöde
Dieser DPA Text zeigt mal wieder eine ferne Sicht. Wenn ich das mit dem
wesentlich positiveren Kommentar der New York Times (op ed) vergleiche,
so wird in der herablassenden Berichterstattung nicht nur die
transatlantische Distanz, sondern auch ein gewisser schnöder Ton
deutlich. Wie die NYT richtig bemerkte, Obama war großartig, hat
seine Leute und die USA hinreißend angesprochen; dass ihm Clinton,
dieser Charmer sondergleichen in manchem voraus war und viele Herzen
angefeuert hat: der große Verführer aus den 90er Jahren hatte
mit vielem zu kämpfen, jedoch nie mit den rassistisch motivierten
Gemeinheiten und mauernden Obstruktionen der Opposition wie der erste
schwarze Präsident der sich zum Besten gebenden Vereinigten
Staaten, die ja in allem unbedingt die Größten sein wollen
und manchmal auch im Schlimmsten schrecklich groß dastehen. Obama
ist ein großer Redner, der mit einem Intellekt spricht, mit einer
einmaligen Passion in seiner überragenden Vision eines Amerikas der Zukunft!