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Griechenland
Eine zweitrangige Prinzessin für den Deutschen
Kurze Historie
Georgiadis hat recht, wenn er dem Westen mangelnde Hilfeleistung beim
Fall von Konstantinopel 1453 vorwirft und meint mit "Westen"
wohl den deutschen Kaiser Friedrich III, den französischen
König Karl VII und den Papst. Aber: Unglücklicherweise waren
zu dieser Zeit der Deutsche und der Franzose teils unfähige, teils
antriebslose Herrscher, die das Schicksal Konstantinopels nicht
sonderlich kümmerte. Was Friedrich III anbelangt: Er war ein
geistig mittelmäßiger, machtloser, hasenfüßiger,
ein ebenso zögerlicher wie verschlagener Herrscher. Ihn
kümmerte die Wohlfahrt und der Bestand des Reiches nach innen und
außen wenig und suchte, wenn kein Widerstand zu erwarten war, nur
seinen persönlichen Vorteil. So ist es nicht verwunderlich, dass
dieser Herrscher, der in seinem eigenen Reich nicht Ordnung hielt, nach
außen erst recht keinen Ehrgeiz entwickelte und seiner
außenpolitischen Verantwortung nicht nachkam. Friedrich III
ließ sogar zu, dass die Türken bis Salzburg vordringen konnten.
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