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Afghanistan-Appell
Zurück ins Dorf
Nichts ist gut in der EKD
Man wird den Verdacht nicht los, dass es Frau Käßmann weniger um Afghanistan geht, sondern eher darum, in der deutschen Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden, koste es was es wolle. Kein Wort zum Schicksal unsere Soldaten und der afghanischen Menschen -insbesondere der Frauen-, die von den Taliban gefoltert und ermordet wurden und noch werden.
Der kurzfristige Erfolg scheint ihr Recht zu geben, der Verteidigungsminister lädt sie sofort zu einem Gespräch ein, man sieht sie bei Beckmann, der Stern bittet zum Interview und falsche Freunde wie Herr Gysi, der vermutlich noch nie eine Kirche von innen gesehen hat, springen ihr mit wohlfeiler Empörung bei. Man darf ihr wohl unterstellen, dass sie sehr wohl weiss , was tut. Intelligent und machtbewußt begibt sie sich offensichtlich in voller Absicht auf das Niveau von politischen Interessengruppen, nur um wahrgenommen zu werden. Sie mißbraucht den kirchlichen Raum, der der evangelischen Verkündigung vorbehalten sein sollte, für billigen Populismus und Selbstdarstellung, obwohl sie mit Sicherheit sehr wohl weiss, dass es für den Frieden in Afghanistan und der Welt keine einfachen Lösungen gibt. Arme EKD!
Reinhart Ostermeyer
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