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Leipziger Buchmesse
Bücherland ist abgebrannt
Verlage verschlafen die Zukunft
Das Drama um Brockhaus wird wahrgenommen, der einsame ältere Herr wird bedauert, mehr passiert wirklich nicht. Dabei hatte Brockhaus durchaus gespürt, daß man sich dem neuen Internet-Trend stellen müsse und nach einigen Geburtswehen ein Portal eröffnet, wo jeder, der Bock darauf hatte, das Lexikon zum ähnlichen Preis wie beim Vertreterverkauf downloaden konnte. Fast keiner kam. Flop. Kurz danach verschenkte Brockhaus seine Wissensdatenbank an Wikipedia fast zum Nulltarif, die Realität hatte diesen Verlag eingeholt. Die Diskussionen und Konzepte der "übrigen" Verlage mutet nun an, wie im Mittelalter. Da wird über einen "Buchstandort Leipzig" nachgetrauert und diskutiert, wie man ihn wiedergewinnen könnte... Dies ist doch alles von vorgestern.
DEie hier heißdiskutierte Zukunftslösung "E-Book" ist für mich höchst zwewifelhaft; ich selbst möchte einfach jeden Titel bei Bedarf jederzeit für ein paar EUR downloaden können, statt ihn zu kaufen. Natürlich nicht zum selben Preis. So einfach, so gut. Wenn die Verlage glauben, sie müssen weiter Regenwälder für ihr Dasein opfern, gut und schön, mir reichen ein paar *.pdf-Dateien. Doch davon ist die Bücherwelt Deutschlands weit entfernt. Für mich von übervorgestern. Glück Auf!
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