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Verhandlungen vertagt
Griechenlands Schicksal steht „auf Messers Schneide“
Keiner will die Insolvenz verantworten - warum eigentlich?
Die Verhandlungen werden immer wieder vertagt, weil man offensichtlich
keine vertretbare Lösung finden kann. Trotzdem wird ihr Stand stets
als weit fortgeschritten und fast abschlussreif geschildert, weil kein
Beteiligter für ihr Scheitern verantwortlich gemacht werden will.
Das Scheitern bedeutet die Zahlungsunfähigkeit. Diesen - seit
langem nicht mehr unwahrscheinlichen - Fall zu regeln, haben alle
Verantwortlichen sträflich versäumt. "Tun wir so, als war
nichts, tun wir lieber gar nichts, stellen wir uns dumm", ist
offenbar die dumme Parole.
Jede Seite hoffte, die andere mit der Androhung einer ungeregelten
Insolvenz erpressen zu können. Jetzt zeigt sich, dass das nicht
funktioniert. Sie kommt. Oder?
Eine gute Regelung für die Staateninsolvenz im EU- oder im
Euro-Raum kostet Zeit . Sich diese wieder mit Geld zu kaufen, macht nur
Sinn, wenn klar ist, dass alle mitmachen werden, weil alle eingesehen
haben, dass eine geregelte Insolvenz zwar auch hart, aber kein Weg ins
Chaos ist.
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