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8,50 Euro für Friseure
Das Mindestlohn-Experiment
"Die Ketten mit Preisen von 10 bis 15 Euro für den Schnitt
werden Probleme bekommen ... "
aber nicht wegen des Mindestlohnes, sondern wegen der teilweise
abenteuerlich hohen Mieten in noblen Einkaufszentren.
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Mein Friseurmeister bietet einen Trockenhaarschnitt für €
10,50 an - bis vor einem Jahr nahm er nur neun Euro. Bei ca. 4
Kunden/Std. nimmt er also etwa € 40,-- ein - woraus sich bei 8
Stunden, 200 Arbeitstagen und unvermeidlichen Arbeitspausen
Bruttoeinnahmen von etwa € 60.000 p.a. ermitteln lassen.
.
Das ist kein Topgehalt - aber er schließt mittags für 90
Minuten, hat eine 5-Tage-Woche und fährt mehrmals im Jahr in
Urlaub. Sein "Geheimnis" ist, dass er die Kosten im Griff hat
(eigene Immobilie in einem Vorort, daher keine Mietkosten, angemessene
Möblierung, kein zusätzliches Personal, keine
Terminvereinbarung sondern Warteschlange).
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Die "Kettenläden" (Klier, Ryf u.a.) leiden also (genau
wie große Buchhandelsketten und andere Einzelhändler) unter
viel zu hohen Mietkosten - die dann durch eine miserable Bezahlung der
Mitarbeiter/innen kompensiert werden soll.
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