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Kernkraftwerke
Was ist eigentlich ein Restrisiko?
Gut, daß die Stimme der Ratio wieder hörbar wird.
Wie angedeutet reicht es nicht, die Eintrittswahrscheinlichkeit gefährlicher Ereignisse zu schätzen. Eine für das menschliche Risiko relevante Maßzahl wäre statt dessen der Verlust (pro Generation) an gesund gelebten Lebensjahren in der von einem Ereignis betroffenen Population. Für politische Entscheidungen für oder gegen eine Energiequelle ist es aber immer noch unzureichend, das menschliche Risiko ihrer Nutzung so zu quantifizieren. Nur der Vergleich(!) dieser Maßzahl mit dem Risiko, das mit dem Verzicht auf diese Energiequelle verbunden ist, führt zu einer rational begründbaren Entscheidung. In dem irrationalen Angstklima nach Fukushima konnte schon die Frage nach einer rationalen Entscheidungsgrundlage nicht mehr gestellt werden, geschweige denn eine Antwort versucht werden. Das mit der Entscheidung gegen die Kernenergie verbundene Risiko einer Verteuerung und damit Verknappung von Energie wird von allen gesehen, allerdings euphemistisch als Effizienzsteigerung, als Ersparnis oder mit ähnlich schönrednerischen Begriffen vernebelt.
Alle empirischen Daten, z. B. des United Nations Development Programme belegen, daß dies in der real existierenden Welt mit einem Verlust an gesund gelebten Lebensjahren verbunden sein wird.
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