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Politik und Finanz
Was sind Schulden?
Merci!
Diese historischen Rundumschläge mit Scheuklappenrisiko sind doch
immer wieder ein schöner Ankerpunkt für anregende Diskussionen.
Auf jeden Fall gilt es, unsere Politik aus dem u. a. durch die
Finanzmarktproblematik aufgezäunten Krabbelstall unkreativer und
unproduktiver Gedanken zu befreien!
Der gravierende Informationsvorteil mächtiger Marktakteure hat
nichts mit Kapitalismus zu tun und erzeugt Ineffizienz statt Antrieb.
Die Privatisierung hat in wettbewerbsunfähigen Branchen (z.B. Bahn)
keinen Sinn (ein eigenes Schienennetz je Zuganbieter ist mangels
entsprechendem Transportbedarfs nun mal nicht rentabel, jedoch die
Voraussetzung für Wettbewerb in diesem Geschäft).
Die Risiken der nötigen Reformen sind ein Witz im Vergleich zu
bereits vergangenen Gefahren für die Menscheit. Lasst uns
Mehrheiten sammeln und Experimente starten!
Nicht diese Art Experimente...
...sind gemeint. Es geht um die pragmatische Gestaltung eines
effizienten Wirtschaftssystems, nicht um Weltanschauungen.
Kapitalismus funktioniert ja wahrscheinlich am besten, wenn 1.
größtmögliche Chancengleichheit, 2.
größtmögliche Informationsgleichheit und 3. Wettbewerb
unter den Marktteilnehmern herrschen. In diesem Fall sollten sich
tendenziell die effizientesten Produktideen durchsetzen und letztlich
dem Gemeinwohl dienen.
Ich befürworte Experimente, die unser kapitalistisches
Wirtschaftssystem entsprechend dieser Bedingungen optimieren
könnten - z. B. Schaffung größerer
Informationsgleichheit auf den Finanzmärkten durch staatliche
Verbote besonders intransparenter Produktstrukturen.
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