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Stiftung „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“
Erika Steinbach jetzt benennen
Die Personalie Frau Steinbach ist doch nur Alibi,
wäre jemand anderes Präsident/in würde man gegen diese/n sein. Die Interessierten in Polen möchten in erster Linie überhaupt keinen Bund der Vertriebenen, weil es ja in ihren Augen keine Vertriebenen gegeben haben durfte, sondern nur „ zu Recht“ Umgesiedelte, die ihr Schicksal selbst verschuldet gehabt hatten. Tatsächlich hat ja der nationalsozialistische Staat durch seine verbrecherischen Politik und Kriegs-Handlungen dieses Elend verschuldet. Das kann aber nicht bedeuten, dass man für die Opfer der kollektiven Bestrafung durch brutalste Vertreibung weniger Verständnis aufbringt, als für das Elend aller Vertriebenen - früher, jetzt und zukünftig. Wer Opfer von Vertreibung, brutaler Gewalt und Tod wurde und wird, dem war und ist es völlig egal, ob er das zu Unrecht oder „rechtmäßig“ erdulden musste oder muss. Verbrechen bleibt ein Verbrechen, das anzuerkennen ist eines der Anliegen des Bundes der Vertriebenen und Vertriebene und ihre Nachkommen wünschen sich, dass das anerkannt wird. Dass das polnischen Nationalisten schwer fällt, will ich gern glauben. Nicht verstehen kann ich das völlige Fehlen von Empathie in einigen der vorangegangenen Äußerungen.
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