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Neue Armut in Spanien
Suppenküchen für den Mittelstand
einerseits und andererseits
es gibt im bezirk conde duque in madrid seit neustem eine hip-boutique,
in der du nicht mit geld bezahlen kannst, sondern nur mit punkten, die
du durch sachspenden sammelst.
gleich nebenan bietet eine designerin, die z.b. fuer marc jacobs
arbeitet und deren taschen u.a. im MOMAshop in NYC verkauft werden,
schneiderkurse zur kreativen selbstermaechtigung an.
in zeitungen und magazine findet man lifestyle-tips namhafter gestalter
und innenarchitekten: avantgardemobiliar vom baumarkt selbstgemacht... -
schaut auch in die muellkontainer, da findet man immer tolle sachen... -
oder modeklassiker fuer kleines geld beim textilen handwerksausstatter.
das hat dann nichts von nothilfe, ist immer kreativ, lebensbejahend und
froh.
andererseits wird auch manch ein stadttunnel als nachtasyl bevoelkert,
und sicher nicht nur mir juckt manchmal der finger, einen aufmunternden
gruss in den schlafsaal zu hupen... (ich lass es freilich bleiben)
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