Beitrag
Therapeut Björn Süfke im Gespräch
„Ah, da ist ja meine Gefühlswelt“
Zwischenmenschliche Reife
Im Prinzip bestätigt es nur das für mich festgestelltes Phänomen der mangelnden zwischenmenschlichen Reife. Ich habe immer mehr den Eindruck, dass unsere Gesellschaft einem dem existentiellen Druck geschuldeten immer schneller werdenden gesellschaftlichen Wandel unterliegt. Schaut man sich einmal die Verhältnismäßigkeit von Ausbildung/ Karriere und Erhalt des Status Quo, bezogen auf unsere Lebenszeit, an, stellt man fest, dass wir immer mehr Zeit und Kraft für unsere Ausbildung und unsere Karriere aufwenden müssen. Die Zeit für das persönliche Reifen schwindet dagegen, da oftmals eben weder Zeit noch Kraft dafür bleiben. Das zeigt sich dann in solchen Entscheidungen, wie einer Beziehung(Ehe), Kinder etc. Das was Generationen vor uns zwischen 20 und 30 gelernt haben, lernt unsere Generation erst zwischen 30 und 40, da der Aufbau der Karriere bis dahin kräftemäßig und zeitmäßig alles Resourcen beansprucht. Das überfordert dann auf der einen Seite viele Männer, da sie plötzlich die Rolle des "Ernährers und Beschützers" übernehmen sollen, und auf der anderen Seite auch die Frauen, weil irgendwann die biologische Uhr unerbittlich tickt, sie aber vielleicht noch gar nicht die Reife dafür haben.
Es sind 0 Antworten auf diese Lesermeinung vorhanden.
Lesermeinung am Artikel lesen, beantworten und empfehlen