Was bleibt - ist, aus der Geschichte zu lernen.
Der erste Teil des Films zeigte deutlich das Erschrecken über die
eigenen Taten, das die Protagonisten befiel. Er zeigte, wie sich
Menschen dessen bewußt wurden, was sie taten. Wie sie zweifelten
und dennoch nicht handelten. Die Gewissensnöte. Das halte ich
für absolut realistisch.
Denn auch heute handeln die Menschen nicht.
Der Einzelne, ich, kann ja doch nichts ändern. Das ist doch nach
wie vor der Tenor in der Gesellschaft. "Die" machen ja doch,
was "sie" wollen. Wozu noch wählen gehen? Jammern ja,
handeln nein. So war es und so ist es. Das ist der Nährboden, auf
dem sich Geschichte immer und immer wieder wiederholt. Daher ändert
sich nicht wirklich etwas in unserer Welt.
All das und noch mehr müßte uns in den Sinn kommen, wenn wir
die Menschheitsgeschichte reflektieren. Der Nationalsozialismus ist nur
ein Teil, das Schicksal der Ureinwohner oder politische Säuberungen
sind andere.
Wir, die mit der Gnade der späten Geburt, sollten endlich
Konsequenzen für uns selbst ziehen.