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Oscar-Verleihung
Die Jungen sehen ziemlich alt aus
der ödeste Oscar seit langem
Hallo, Herr Platthaus! Wo haben Sie denn die "herrlichen Geschichten in dieser Nacht" gesehen? Sie haben ja völlig zurecht die beiden Moderatoren als absolut enttäuschend und gähnend langweilig beschrieben, aber die Entscheidungen für die Vergabe der Oscars in den "wichtigen" Kategorien waren doch noch viel enttäuschender! Nicht erst, wie Sie schreiben, kurz "bevor Steven Spielberg das Ergebnis bekannt gab", war klar, dass das königliche Stotterer-Drama gewinnt. Ihr brillanter Kollege Andreas Kilb schrieb das schon vor fast zwei Wochen in Ihrer Zeitung. Und dass Colin Firth gewinnt, war ebenso klar. Vielleicht erklärt das auch (entschuldigt es aber nicht!) das an Publikumsbeleidigung grenzende Verhalten von James Franco. Er war ja ebenfalls als best actor (in 127 hours) nominiert und wusste (wie wir alle!), dass er völlig zu unrecht keine Chance hat. A propos 127 hours: Unfassbar, dass dieser grandiose, atemberaubende Film nicht für die beste Kamera nominiert war! Unfassbar, dass er überhaupt keine Trophäe bekam!
Die ganze Veranstaltung (und eben nicht nur die beiden Gastgeber) war öde und geistlos. Und der Gipfel: der hausbackene Kinderchor aus Staten Island! HELP!!!
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