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Radio
Es gibt sie noch, die Weltempfänger
Der "neue" Eton E1
Mehr als 10 Jahre mußten wir auf dieses Gerät warten. Nach Insolvenz von Grundig, Abverkauf der Radiosparte und Gerangel zwischen Drake und Eton Inc. muß man sich fragen, für welchen Markt der Eton E1 überhaupt konzipiert worden ist.
Nach dem Debakel mit dem Satellit 800 (auf dem noch der Name Grundig stand), hat Eton viele Monate Zeit mit Ankündigungen und Vertröstungen verschenkt, die sich leider nicht in wirklich in Produktqualität umgesetzt haben.
Nicht nur fehlt dem Empfänger das in jedem €15 Küchenradio mittlerweile vorhandene RDS, die wahren Fans wird das Fehlen einer MW/LW Ferritantenne genauso schockieren, wie auch die Tatsache, daß das Radio keinen Griff/Henkel mehr hat. Eine Einhandbedienung in aufrechter Position ist somit beinahe unmöglich.
Die US-Kunden beklagen, daß dem Gerät nicht einmal ein Adapter auf die (bei uns gebräuchliche) Koax-Buchse beiliegt, die in USA benötigte XM-Antenne ist kostenpflichtiges Zubehör.
In keinem Markt rechtfertigt sich das 20kHz Stepping im UKW-Bereich. 25kHz oder 50kHz wären hier richtig (gut).
Dem Rotstift zum Opfer gefallen ist der im Satellit 900 vorgesehene Bass-Boost ebenso, wie die im Satellit 700 hervorragend gelöste Memory-Chip Bestückung. Warum keine USB/RS232 Schnittstelle, mit der man Änderungen der Frequenzen einfach und elegant eingeben könnte?
Alles in allem:
Ein Phönix aus der Asche. Flügellahm.
Preis: US$ 499, Euro 599
FAZIT:
2001D oder SAT 700 einschalten und zurücklehnen.
Kein Handlungsbedarf.
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