Der unbegrenzte Kauf von Anleihen durch die EZB ist ein Draghi-Mythos
Erst der kreditfinanzierte Staatsschuldenrückkauf am
Sekundärmarkt brachte die Wende. Durch diese systemische
Lösung können die Zinsen nicht mehr ins Unermessliche steigen.
Denn steigen die Anleihezinsen bzw. sinken ihre Kurse, kaufen die
betroffenen Staaten mit Krediten die eigenen Anleihen am Markt
zurück!
Das heißt, der Staat legt kurzfristige Anleihen auf und kauft mit
dem Erlös die alten Anleihen am Markt zurück. Damit die
Kreditgeber sicher zu ihrem Geld kommen, wird folgende Konstruktion
gewählt:
Ein Bail-out-Kreditor gibt einen günstigen Kredit an einen
Bail-out-Debitor. Dieser kauft mit dem Kreditgeld kurzfristige Anleihen.
Für die Kreditzinsen wird vereinbart:
Leitzinsen (0,5 %) < Bail-out-Kreditorzinsen (1,5 %) <
Anleihezinsen (3 %)
Der Bail-out-Debitor bekommt 3 % Zinsen und zahlt 1,5 % Zinsen.
Der Bail-out-Kreditor bekommt 1,5 % Zinsen und zahlt 0,5 % Zinsen.
Der Staat kauft mit dem Erlös die alten Anleihen unter dem
Nominalwert (30%) zurück.