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Ökonom Barry Eichengreen
„Deutschland kann mit vier Prozent Inflation gut leben“
Außerdem
schadet es gewiss nicht, wenn Sparen (=Geld dem Wirtschaftskreisklauf
entziehen) weniger belohnt wird. Mit welchem Recht gehen Sparer denn
eigentlich davon aus, dass Geld automatisch mehr wert wird?
Wer monatlich 1 Goldstück auf die Seite legt, hat nach 1 Jahren
auch nur 12 - und nicht 12 + 2,5% - und was er sich mit dem Gold dann
leisten kann, hängt erheblich vom schwankenden Wert des Goldes ab.
Oder wer tatsächlich Sinnvolles mit seinem Geldvermögen
anstellt und investiert, jedes Jahr in ein Haus z.B. hat nach 10 Jahren
auch nur 10 Häuser und nicht 12,5 .
Lustig auch, wenn vehement "Stabilität" gefordert und
Inflation verteufelt, aber gleichzeitig über die Sparzinsen
gejammert wird. ja wie hätten wir's denn gerne?
0% Inflation und 10% Rendite vielleicht?
Ein bisschen mehr Rationalität in der Diskussion...
... kommt leider nicht von Ihnen, werter Herr Heim. Einige grundlegende
ökonomische Zusammenhänge, die Sie möglicherweise in der
Schule verpasst haben, als sie irgendwo gegen Globalisierung oder
sonstiges Blabla demonstriert haben: Durch Sparen wird Geld nicht dem
Wirtschaftskreislauf entzogen, sondern es wird demjeningen zur
Verfügung gestellt, der damit eine Investition tätigt
(privater, öffentlicher oder betrieblicher Natur). Der Zins, den
der Sparer erhält, ist der Preis für seinen Konsumverzicht.
Diesen Preis handelt man in der Regel vorher aus, was aber dann, wenn
keine Stabilität an der Inflationsfront herrscht, ausgesprochen
schwierig ist. Das führt zu Verunsicherung und oftmals zu rational
nicht sinnvollen Investitionen. Vielleicht aber auch zu gar keinen
Investionen, was nicht gut für das Wachstum wäre. Wenn sie
also von daher mit Rationalität ankommen, versuchen sie´s mal
z.B. im Kinderkanal, Kinder lieben den Märchenonkel, der immer 1%
mehr zahlt als die aktuelle Inflation
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