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Staatshaushalte
Europa spart bis zur Schmerzgrenze
"Europa spart bis zur Schmerzgrenze"
Was hier als wirtschaftliches Problem erscheint, ist m.E. primär ein Problem unsauber verwendeter Begriffe, d.h. ein Problem des Denkens:
Wenn Staaten "sparen", dann bedeutet das doch in Wirklichkeit, dass "Rechte" verschoben werden. Für große Teile der Bevölkerung wird z.B. das "Recht auf ein menschenwürdiges Leben" immer mehr eingeschränkt.
An dieser Stelle wäre es wichtig, z.B. den Begriff "Staat" zu klären. Man kann dann darauf kommen, dass die Staaten doch die Organe im sozialen Miteinander der Menschen sind, die dem "Rechtsgefühl" der Menschen Geltung verschaffen sollen. In (wirklich) demokratischen Gesellschaften wären die Gesetze sogar unmittelbarer Ausdruck dieses Rechtsgefühles. Daraus würde aber folgen, dass es Unsinn ist, wenn Staaten wirtschaften, d.h. z.B. Schulden machen oder sparen. Ihre Aufgabe wäre lediglich, für "Gerechtigkeit" zu sorgen.
Wenn es aber so (historisch geworden) ist, dass Staaten wirtschaften, d.h. Schulden machen, "Geld ausgeben" etc., dann muß (!) dies zu unlösbaren Problemen führen - es sei denn, man bequemt sich, die "der Wirtschaft", bzw. "der Wirtschaftswissenschaft" zugrunde liegenden Begriffe "ins Reine" zu denken.
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