Beitrag
Ein Pirat zieht sich zurück
Ich gehe: Mein Rücktritt vom Amt
Ekelhaft!
Ich finde, mit Verlaub, einige der Kommentare hier geradezu ekelhaft.
Einige scheinen zu vergessen, dass die Grundrechte für alle
Menschen gelten.
"Für so einen ist der Sozialstaat nicht da" - ja für
wen denn? Wer bestimmt das? Sie? Muss mir ein Bein fehlen? Oder reicht
auch ein Finger? Oder doch nur der Job?
Da wird ehrenamtliche Tätigkeit als unwerte Arbeit bezeichnet. Alle
Hausfrauen, Ehrenamtlichen und Künstler machen demnach keine
"richtige" Arbeit?
Wenn morgen alle Ehrenamtlichen, Hausfrauen und Künstler tot
umfielen oder alle Investmentbanker, Analysten und Fondmanager - was
würde wohl mehr Menschen auffallen?
Wenn Banken Milliarden bekommen ist das "alternativlos", wenn
ein Mensch seine ihm zustehenden 354,- bekommt soll er sich bedanken -
am Besten bei jedem Steuerzahler persönlich?
Ich schäme mich für meine Mitmenschen! Das hatten die
Gründerväter unserer Demokratie gewiss nicht im Sinn!
Nicht ekelhaft, sondern realistisch
Herr Niemand, jetzt habe ich Ihren Beitrag versehentlich empfohlen, wo
ich doch nur antworten wollte. Ziehen Sie also eine Empfehlung ab!
Zur Sache:
Der Sozialstaat ist für Leute da, die in Not sind. Gerade da nicht
jeder den Sozialstaat in Anspruch nimmt, funktioniert auch ein System,
in dem alle, die arbeiten, einen Teil ihres Einkommens an den Staat
abgeben, mit dem dann Bedürftigen geholfen wird. Wenn alle, auch
die Jungen, Gesunden und Intelligenten wie Herrn P. den Sozialstaat in
Anspruch nehmen, dafür aber nichts einzahlen, dann funktioniert das
System nicht mehr. So schwer ist das eigentlich nicht zu verstehen.
Und wenn es so wäre, dass man arbeitslos sein müsste, um sich
ehrenamtlich zu engagieren. dann wäre das in der Tat traurig. Nur
gibt es eben Millionen, die sich ehrenamtlich engagieren und trotzdem
keine Sozialleistungen in Anspruch nehmen.
Über die Hilfe an die Banken kann man sich aufregen, nur hat das
mit dem Thema eigentlich nichts zu tun.
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