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Kompromissvorschlag zur Tarifeinheit
Brüderle will über Tarifverträge abstimmen lassen
Tarifeinheit
Es hat früher wenig gestört, wenn die Müllabfuhr für den gesamten öffentlichen Dienst gestreikt hat, es stört sich keiner, wenn z.B. die Lufthansa in hunderte(!)Einzelfirmen aufgeteilt wird mit natürlich verschiedenen zuständigen Gewerkschaften. Und jetzt wird ein Gesetz von einer unheiligen Allianz von DGB und Arbeitgeberverband gefordert, um zu verhindern, was vielleicht in der Zukunft einmal kommen könnte; vielleicht sollte man auch schon einmal höhere Deiche für Bayern fordern...
Bisher waren die Arbeitgeber mithilfe der Arbeitsgerichte gut in der Lage, unberechtigte Arbeitskämpfe abzuwehren.
Sollte ich im Krankenhaus nicht mehr mit einem Marburger-Bund Tarifvertrag arbeiten können, würde ich mich nicht nach der Idee von Herrn Brüderle an einer Abstimmung über den Tarifvertrag beteiligen; ich würde wie viele Kollegen das Krankenhaus verlassen oder eine außertarifliche Bezahlung (angesichts tausender freier Stellen mit guten Aussichten) verhandeln. Die aktuelle Umfrage des Marburger Bundes unter Krankenhausärzten hat gerade-endlich- eine Verbesserung der Arbeitszufriedenheit durch MB-Tarifverträge ergeben, das sollte man durch eine Gesetzgebung "auf Vorrat" nicht gefährden.
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