Beitrag
Doping
„Von der vergifteten Sportgeschichte befreien"
Ines Geipel einäugig
Wer es ernst mit dem Thema Doping meint, macht sich unglaubwürdig, wenn er mit dem Anklagefinger immer nur auf die DDR verweist. Es handelt sich um ein internationales Problem, das seinen Ausgang in den USA nahm und sich von dort aus weltweit verbreitete.
Habe ich bei Ines Geipel eine Anklage gegen Todesopfer durch Doping überlesen - beispielsweise in Großbritannien und in der (alten) Bundesrepublik? Kommt ihr überhaupt nicht merkwürdig vor, daß heutzutage fast 40jährige Sportler mit Body-building-Figuren so schnell und schneller laufen als der kerngesunde, dopingfreie Armin Hary dereinst? Daß sie nicht "erwischt" werden, weil sie sich die neuesten, noch nicht nachweisbaren Doping-Kreationen als Investition für hohe Renditeleisten können, derweil arme Ostlandritter, die Krümel von den satten Preiskuchen abhaben wollen, und um überhaupt mithalten zu können Uraltzeug schlucken, enttarnt und mit Triumphgeheul gesperrt werden?
Klagt sich Ines Geipel eigentlich auch selbst an? Zum einen, weil jeder, der nur etwas intensiver mit Sport in der DDR zu tun hatte, von Doping wußte - sie als so kluge Frau nicht? Und weil sie sich freiwillig dem DDR-Sport ergeben hat - oder wurde sie vom Regime, von der SED oder/und von der Stasi gezwungen, schneller als andere zu laufen? Schließlich weil sie mit Rekordläufen verbundenen Privilegien angenommen hat - oder hat sie diese mit deutlichen Worten der Abscheu zurückgewiesen?
Peter Mugay
Schildow b. Berlin
Es sind 0 Antworten auf diese Lesermeinung vorhanden.
Lesermeinung am Artikel lesen, beantworten und empfehlen