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Im Gespräch: Norbert Röttgen
„Wer sich verweigert, endet wie die Dinosaurier“
Röttgen sagt die halbe Wahrheit
Allen Unkenrufen zum Trotz: technologisch ist der Ausstieg problemlos machbar. Energiekonsens zwischen den Parteien klingt für meine Ohren auch gut, denn über Lebensgrundlagen wie Atemluft oder Energie sollte man sich nicht streiten. Was Röttgen verschweigt, ist, daß dieser Energiekonsens ohne einen gesamtgesellschaftlichen Konsens nicht zu haben sein wird. Der Atomausstieg darf nicht schon wieder auf dem Rücken der Armen ausgetragen werden. Dies bedeutet, daß der Atomausstieg gekoppelt werden muß an die Frage der sozialen Gerechtigkeit. Wahrscheinlich liegt hier sogar das eigentliche Problem politischer Gestaltung. Nur wenn es gelingt, die Entsolidarisierung der Gesellschaft rückgängig zu machen, wird es auch zu einem Energiekonsens eine Zustimmung in der Bevölkerung geben. Ob die CDU sich das allerdings so vorstellt, bleibt fraglich. Die Erfahrung seit Kohl zeigt, daß sie eher dazu tendiert, dem Volk Gesetze wider seinen Willen von oben herab zu oktroyieren.
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