Beitrag
Pro Splitting
Ja zu mehr Solidarität!
Solidarität geht anders
Das Ehegattensplitting wurde bei seiner Einführung mit der
Anerkennung der Hausfrau und Mutter begründet, was nichts anderes
als eine Förderung der Hausfrauenehe ist. Das Steuerrecht ist immer
wieder zur Regulierung der Beschäftigung von Frauen benutzt worden
und das Ehegattensplitting war zumindest am Anfang nichts anderes. Mit
Solidarität hat das Splitting wenig zu tun - geringe
Einkommensgruppen haben nichts davon und können auch die viel
beschworene Gestaltungsfreiheit nicht nutzen. Beide Ehepartern
müssen Geld verdienen, damit es reicht. Und in der Ehe mag
bezweifelt werden, ob das Einkommen tatsächlich gleichberechtigt
verteilt wird. Einen derartigen rechtlichen Anspruch gibt es jedenfalls
nicht. Und ja, die Ehe darf nicht schlechter gestellt werden, als
unverheiratete Paare. Das heißt aber noch nicht, dass hohe
Einkommensgruppen und Einverdienstehen privilegiert werden müssen.
Einzig gültiges Argument....
Herr Hessenbach sagt
"Oder fänden sie es gut der gerne zitierten Zahnarztgattin
ohne eigenes Einkommen dann logischerweise Grundsicherung zu bezahlen!"
Ich war sehr lange überzeugter Gegner des Ehegattensplittings, bis
mir vor einiger Zeit dieses Argument über den Weg lief, denn das
ist in der Tat die logische Konsequenz daraus wenn man Eheleute nicht
mehr als "wirtschaftliche Einheit" bei der Steuer veranlagt.
Da muss man dann wohl den Bleistift zücken und ausrechnen was
billiger ist: Ehegattensplitting oder Grundsicherung für die
Zahnarztgattin.... allerdings fühlen sich beide Varianten nicht
"gerecht" an.
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