Bei aller Begeisterung der Foristen
moechte ich es trotzdem riskieren, meine Zweifel einzubringen. Mir
duenkt die Rollentheorie, so wie sie hier dargestellt wird, nicht ganz
schluessig. Welche Rolle der Mensch auch "spielt", letztlich
ist es doch der Mensch, der in diese Rolle schluepft. Der
"Mensch", mit all seinen Fehlern, Ecken und Kanten, Schwaechen
und Staerken", wird ja nicht an der Garderobe abgegeben. Es ist
dieser Mensch, der seiner Rolle, eben auch Amt, Funktion, in seiner
spezifischen Weise Leben einhaucht. Mensch laesst sich von seiner Rolle,
wo auch immer er sie spielt, nicht trennen. Das ist die Individualitaet,
von der unsere Gesellschaft lebt. Wenn wir zwar auch verschiedene Rollen
spielen, so aber doch in individueller Art und Weise.