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Leserdebatte
Sind Familien die besseren Unternehmer?
Bedenkliche Entwicklungen
Ob ein Unternehmen erfolgreich ist hängt an den handelnden Personen nicht an den Familien. Es spielt nur bedingt eine Rolle, ob das Unternehmen durch Inhaber oder durch Angestellte geführt wird. Bei kleineren und mittleren Unternehmen (bis 250 Mitarbeiter) spielt die Inhaberfamilie noch eine große Rolle. Ab einer bestimmten Größe geht das "familiäre" verloren. Die derzeitige Entwicklung bei den großen Familienkonzernen ist sehr bedenklich. Wenn, wie z.B. bei der Familie Braun (IHK-Präsident), eine 14köpfige Familie ein Unternehmen mit 35.000 Mitarbeitern sein eigen nennt, so ist das sehr bedenklich und gefährlich. Jeder Publikumsgesellschaft sollte hier der Vorrang eingräumt werden. Es ist kaum begreiflich zu machen, dass der Unternehmenswert und dessen Entwicklung nur der Inhaberfamilie zukommt. Derartige Familienkonzerne müssen über das Erbschaftsteuerrecht zur "Vergesellschaftlichung" ihres Unternehmens gezwungen werden. Hierfür muss die Erbschaftsteuer konfiskatorisch ausgestaltet werden. Die Inhaberfamilie kann aber der Erbschaftsteuer ausweichen, indem sie das Unternehmen zu einer Publikumsgesellschaft macht und Anteile abgibt.
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