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Kommentar
Der politische Lohn
Mindestlohn
Ihre Kommentare, Frau Göbel, mag ich immer lesen.
Auch dieser hier bringt mich ernsthaft zum nachdenken. Bislang war ich
unter dem Aspekt Gerechtigkeit auch eher für den Mindestlohn als
dagegen. Aber ihre Argumente sind (wie eigentlich immer bei Ihnen)
stichhaltig und schlüssig.
Ich sehe ein, wenn nur jeder vierte Arbeitsplatz von den aufgestockten
Arbeitsplätzen im Niedriglohnsektor ein Vollarbeitsplatz ist, dann
kann man nicht seriös argumentieren, die Leute könnten von
ihrer Arbeit nicht leben. Dieses Argument gilt wirklich nur für die Vollarbeitsplätze.
Fakt ist, die Arbeitslosenzahlen sinken ohne Mindestlohn,
einschließlich die der Jugend- und Langzeitarbeitslosigkeit.
Also, ich habe keine abschließende Meinung zum Mindestlohn. Fest
steht für mich ohnehin, dass Frau Merkel das Thema Mindestlohn
nicht aus Sorge um die Menschen im Niedriglohnsektor behandelt, sondern
aus machtpolitisch-wahltaktischen Motiven.
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