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FAZ.NET-Spezial
Amerika darf im Irak kein Chaos hinterlassen
Deutscher Beitrag im Irak?
Ich war selber im Irak, habe an mehreren lange Gesprächen mit L Paul Bremer teilgenommen und auch an den Vorschlägen zur Unterstütztung der Staatsbetriebe im Irak für die Madrider Donor Conference mitgewirkt.
Die offizielle deutsche Haltung zum Irak ist immer noch von der Schröder/Bush Beziehung geprägt, d.h. sollen die Amis sehen, wie sie aus dem Schlamassel wieder herauskommen.
Die jetzt veröffentlichten Vorschläge, wie Deutschland die Entwicklung im Irak hilfreich unterstützen könnte, gehen an der Wirklichkeit vorbei. Die Ausbildung von irakischen Polizisten ist schon lange kläglich gescheitert, zivile Unterstützungsprogramme scheitern an der Sicherheitslage. Ansonsten herrscht gerade im AA eine Mentalität des "cover your ass", d.h. bloß kein Risiko eingehen.
Es bleibt festzustellen, dass ex post das Engagement der Amerikaner im Irak zu scheitern droht. Diese Feststellung beantwortet jedoch nicht die Frage, wie international mit Diktatoren wie Sadam Hussein und anderen zu verfahren ist.
Eine Antwort, wie weiter im Irak zu verfahren ist, bleibt auch Deutschland schuldig. Mit Kritik sollte sich Deutschland deshalb zurück halten.
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