Ponta wird am rechten Rand Stimmen gegen die ungarische Minderheit sammeln.
Die ungarische Minderheit in Siebenbürgen hat bei dem Referendum
nicht Teilgenommen. Für sie - seit 1959 ohne Autonomie - ist es
egal, ob Ponta oder Basescu die Macht hat. Doch der Unterschied ist,
dass Basescu die Ungarn in Ruhe gelassen hatte, und Ponta jetzt die
ungarische Minderheit wegen des Fernbleibens vom Referendum beschuldigt.
Er braucht ja jetzt für die Wahlen weitere Stimmen vom rechten
Rand. Er spielt die ungarische Karte aus.
Europa hat in 1920 wegschaut, als die Franzosen es durchpeitschen
konnten, Siebenbürgen als Kriegsbeute an die unterentwickelte
Rumänien zu geben. 3,5 Millionen Ungarn wurden an die
Nachfolgestaaten, an die früheren Feinden ausgeliefert. Obwohl die
heimische Bevölkerung gewachsen ist, leben dort nur noch 2,5
Ungarn. Sie wurden ausgeliefert an Benes, an Ceausescu, an Tito, an
Milosevic, und jetzt an Ponta.
Und die großen Europier? Sie sitzen im Brüssel auf ihren
Schatzkisten, und sie machen sich sorgen um das einzige wichtige Sache:
um den Euro.