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FDP
Die SPD verteidigt Westerwelle
Genescherismus von gestern
Die jetzt jammern, dass Guido Westerwelle als Außenminister in der FDP ohne Alternative sei, mögen sich daran erinnern, dass er Wolfgang Gerhardt, den wichtigsten außenpolitischen Kopf in der FDP in der jüngeren Zeit gnadenlos abgeschossen hat; allein, um selbst in dieses prestigeträchtige Amt zu kommen, ohne jegliche Qualifikation dafür. Es ist nicht allein für die FDP, sondern Deutschland insgesamt höchst bedauerlich, dass Westerwelle von Außenpolitik nichts versteht und sich von einem verspäteten Genscherismus leiten läßt. Das Abstimmungsverhalten in New York erinnert an 1981 statt 2011. Irgendjemand sollte dem offenbar beratungsresistenten Außenmnister dennoch einmal stecken, dass der Kalte Krieg und die Zeit der Stellvertreterkriege vorbei ist. Oder besser: Es sollte jemand Mut und Weg finden, ihn aus diesem Amt zu entfernen, das er nur aus Eitelkeit, Selbstüberschätzung und einem bizarren politischen Traditionsverständnis angestrebt hat.
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