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Nach Hartz-IV-Äußerungen
Empörung über Westerwelle - „Millionen Menschen verhöhnt“
Soziale Gerechtigkeit - eine einseitige Sache?
Die Opposition im Bundestag, die Sozialverbände fordern eine Entschuldigung von Westerwelle? Ja, auf welcher sozialen Wolken leben die denn? Seit wann hätte man sich dafür entschuldigen, dass man Dinge beim Namen nennt?
Es steht einer sozialen Demokratie gut an, wenn sie für alle sorgt, die sich nicht selbst helfen können, die in Not sind. Wobei die - manchmal selbstverschuldeten - Gründe dafür erst an zweiter Stelle hinterfragt werden sollten. Doch es kann nicht angehen, dass für die einen, die Hilfeempfänger, immer nur gefordert wird, während die anderen, die mit Steuern und Abgaben für diese Hilfe aufkommen müssen, immer nur an ihre Verantwortung, an ihre Verpflichtung gegenüber der Gesellschaft erinnert und allzu oft auch noch als 'Besserverdienende' geschmäht werden. Warum denn verdienen sie besser? Weil sie in ihre Bildung und Ausbildung investiert haben. Auch sie haben Rechte an die Allgemeinheit. Und man sollte sich erinnern, dass die Empfänger von Hilfen aller Art nicht nur Rechte, sondern im Rahmen ihrer Möglichkeit auch Verantwortung und Pflichten gegenüber Staat und Gesellschaft haben. Soziale Gerechtigkeit sollte doch immer auch eine zweiseitige Angelegenheit sein.
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