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Spardebatte in der EU
Das Prinzip Hoffnung genügt nicht
Nicht Austeritätsdogma sondern Kommandowirtschaft
Diese Regeln, die sich die Eurozone gegeben hat, haben noch nie
funktioniert. Sie widersprechen der Tendenz aller Staaten, durch
Verschuldung auf Kosten der Zukunft leben zu wollen. Da diese Tendenz in
den verschiedenen Wirtschaftskulturen unterschiedlich ausgeprägt
ist, vermitteln in einem marktwirtschaftlichen Umfeld flexible
Währungskurse zwischen den unterschiedlich schnell abwertenden
Währungen. Wird hier ein starres Korsett eingezogen, entstehen
schnell Kräfte, die sich kaum noch beherrschen lassen. Der Versuch,
sie in einer "Stabilitätsunion" in den Griff zu bekommen,
trägt nicht nur dogmatische, sondern schon kommandowirtschafliche
Züge. Wenn so etwas in der wirklichen Welt funktionieren
würde, gäbe es die Sowjetunion, die DDR und den Rat für
Gegenseitige Wirtschaftshilfe immer noch. Dass es sie nicht mehr gibt
ist der Beweis, dass man Marktkräften allenfalls um den Preis
weitgehender Lähmung der Wirtschaftstätigkeit Fesseln anlegen
kann. Regeln wäre gut, fesseln ist es nicht.
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