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Schlafforschung & Schule
Von Eulen und Lerchen
Morgens länger schlafen ist cool, aber ...
abends später heimkommen eben nicht. Und sobald letzteres thematisiert wird, ist die Diskussion über den möglichen späteren Schulbeginn bei den betroffenen Schülern immer ganz schnell gelaufen.
Man sollte auch mal überlegen, was ein späterer Unterrichtsbeginn in der warmen bzw. heißen Jahreszeit zur Folge hat! (Nein, das ist nicht nur die Zeit, in der nur Sommerferien sind.) In dieser Zeit wäre es angesichts von Schulhäusern, die sich durch Sonneneinstrahlung stark aufheizen und natürlich nicht klimatisiert sind, geradezu töricht, den Schulbetrieb zeitlich nach hinten zu verschieben.
Außerdem ist die Frage, ob Schüler, die morgens später anfangen, an den langen Nachmittagen, die sie dann zwangsläufig vor sich haben, wesentlich fitter sind. Komischerweise wird darüber nie gesprochen. Es heißt immer nur: "morgens länger schlafen".
In Berlin ist ja die Diskussion über einen späteren Unterrichtsbeginn kürzlich wieder geführt worden. Ein Argument der Befürworter war sogar das Berliner Nachtleben. Letztlich soll sich die Schule wohl allem anderen anpassen bzw. unterordnen, einschließlich der Hobbies und dem Privatvergnügen.
Ich meine, es wäre an der Zeit, mit dem Denken anzufangen -- und die Schlafforscher schlafen zu lassen.
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