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Wahl in Algerien
Und Bouteflika bettelt um Beteiligung
Totenstarre auch in der Justiz
In nur einem Satz wird auch das Schicksal der Verschwundenen angesprochen, der dem Ausmaß der menschlichen Tragödien nicht gerecht wird. Meine Hamburger Gruppe von Amnesty International hat über viele Jahre lang den Fall eines jungen algerischen Mannes betreut, den die so genannte Militärsicherheit DRS (Département du renseignement et de la sécurité) verschleppt hat. Bis heute ist sein Verbleib ungewiss, wahrscheinlich ist er tot. Seine Familie hat nach einigen Jahren darum gebeten, dass der Fall nicht weiterverfolgt wird, um damit persönlich abschließen zu können. Das ist das heutige Algerien: Mehrere Tausend Familien vermissen einen Angehörigen, der von Staatsagenten heimlich verhaftet, gefoltert und ermordet wurde, und werden nie eine Antwort über deren Schicksal erhalten. Rechtsfrieden sieht anders aus.
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