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Blick auf den Finanzmarkt
Staatswirtschaft gegen Marktwirtschaft
Geplantes, reales und virtuelles Marktverhalten vs. Glücksspiel
Ich definiere Planung gerne als den Irrtum durch Wirklichkeit ersetzen. Viel Planung steckt in der virtuellen Wirtschaft. Sie beruht auf mathematischen Modellen, deren Vorhersagetauglichkeit immer dann sehr zweifelhaft wird, wenn sich zu viele Parameter unabhängig von einander verändern. Dann kommen diese Modelle ins Rutschen, wie ein Auto, dessen Reifen die Haftreibung verlieren. Ist man erst einmal in die Gleitreibung über gegangen, kommt die Stunde der Glücksritter, die Stochastik noch nicht einmal schreiben können. Wird deren Macht zu groß, ruft das den Staat auf den Plan; und dies im wahrsten Sinne des Wortes. Er versucht ein Spiel zu spielen, an dessen Ende die nicht linearen Elemente der Wirtschaft, die aus der Verbindung von Wirtschaft und Gesellschaft entstehen, zu entfernen. Die Absicht mag edler sein als die der Glücksritter; die Folgen sind denen derer gleich.
Beide beschädigen den Markt, auf dem reales Handeln statt findet. Die Spielfelder des ehrbaren Kaufmanns, der seine Ware wohlfeil bietet, und des erwerbenden Käufers, der sich um Ware bemüht, werden immer mehr zu Lotteriegeschäften, bei denen keiner einen Verlust ertragen möchte und Verteilplätzen, an denen jeder passende und bequeme Vollversorgung erwartet.
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