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Ärzte-Kampagne
Der Herr Doktor hat keinen, der ihn mag
Ärzte brauchen keine Imagekampagne - aktuell brauchen sie vor allem
gesellschaftlichen Schutz
Wir erleben seit Jahren den Umbau des deutschen Gesundheitssystems hin
zu einer auf Gewinn ausgerichteten Industrie (Sana, Asklepios, Helios,
Bertelsmann, ...) in der frei denkende und freiberuflich schaffende
Ärzte schlecht zu managende Störfaktoren sind. Die Mittel der
Elimination sind finanzielle Daumenschrauben und unablässige
Angriffe auf die ärztliche Vertrauensstellung.
Unser Gesundheitssystem ist eines der besten der Welt weil es getragen
wird von hervorragend ausgebildeten und extrem belastbaren Schwestern,
Pflegern und Ärzten. Wir haben eine Imagekampagne wirklich nicht
nötig, was wir aber nötig haben ist der (gesellschaftliche)
Schutz vor unsubstantiierten Angriffen und übler Nachrede - wir
haben einfach nicht die Zeit uns neben der Patientenversorgung auch noch
um die Abwehr von Schmutzkampagnen zu kümmern. Diese werden ihr
Ziel jedoch verfehlen, wenn sie auf offene Augen, Ohren und zu
selbständigen Gedanken fähigen Hirnen treffen. Noch habe ich
etwas Hoffnung.
"Noch habe ich etwas Hoffnung."
Lesen Sie die Leserkommentare in diesem thread bitte alle durch. Sie
werden dann jegliche Hoffnung fahren lassen.
Aber nicht nur legt eine geschlachtete Henne keine Eier mehr, auch mit
einem Berufsstand, der nur noch mit Schmähungen und Beleidigungen
überzogen wird, kann man nichts mehr anfangen. Insofern sägt
so mancher in diesem thread mit seinem Kommentar eigentlich an dem Ast,
auf dem er als Patient sitzt, obwohl er dies nicht merkt und meint, dass
dieser Ast nie abbrechen könne.
Auch Angehörige anderer Berufe leisten im Zustand der grenzenlosen
Beleidigung und Schmähung selten ordentliche Arbeit, ja man wird
ordentliche Arbeit von jemanden, den man verunglimpft, wie es hier im
thread und natürlich auch im Alltag geschieht, gar nicht erwarten
können, schon weil eine solche Erwartungshaltung
unverhältnismäßig ist.
Bei groben Aggressionen ist nach meiner Kenntnis auch ein Arzt nicht
verpflichtet zu behandeln,
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