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SPD im Dauertief
Requiem für eine Volkspartei
Der Artikel ist bitter, aber...
Glaube nicht, dass 2 Jahre dümpeln noch irgendeiner Stimmungsmache bedürfen. Dass die SPD in so schlechtem Zustand ist und dass deren Führende nicht in der Lage sind, dies zu erkennen, kann keinem von uns - egal welcher Farbe - gefallen. Keine andere Partei hat kraft ihrer Geschichte so große Potentiale, Veränderung einzufordern wie die SPD. Der Erfolg der Linken basiert doch nur darauf, dass sich bisher nie wirklich beweisen mußte. Also warum denen nachhängen, anstatt sich selbst mal wieder Profil zu geben? Wie wäre es, wenn die SPD sagte: Ja, wir wollen einen starken, handlungsfähigen Staat, aber dafür müssen wir unser aller Verhalten ändern (bezogen auf ALLE 'Systeme'). Dann müßte man 'nur' (irgendwas muß Eule auch selber hinkriegen) dem Bürger glaubhaft machen, was es für alle zu gewinnen gibt, weil Staatsbankrott das unsozialste ist und vor allem die kleinen trifft. Würde nicht jeder von uns, das nur zu gerne glauben wollen? Peng, da ist es wieder Profil und Program! Kurz und knackig, Kante inklusive. Wie pragmatisch könnte man dann in einer Koalitionsverhandlung (mit Grünen und Liberalen?) auftreten? Verliert man, hätte man endlich mal wieder Mut bewiesen. Mit ohne is' halt nich'!
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