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Usama Bin Ladin
Tod und Jubel
Guter Kommentar, Herr Schirrmacher
Die Israelis haben es nach dem Holocaust fertiggebracht, dem Massenmörder Eichmann einen fairen Prozess nach rechtstaatlichen Prinzipien zu machen. Respekt. Etwas Vergleichbares hätte ich mir im Fall Osama bin Laden auch gewünscht. Fähige Richter und Staatsanwälte hätten zu verhindern gewusst, dass eine ordentliche Verhandlung zur billigen Showbühne für den Angeklagten verkommt. Bin Laden wäre vor Gericht entzaubert worden, stattdessen hat seine Liquidation ihn zum Märtyrer stilisiert.
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Lösen wir jetzt eigentlich alle unsere Probleme physisch und finden das gut so? Wie verroht sind wir nach dem Terror von 9/11 geworden, dass wir nicht mehr merken, wie weit wir uns innerlich schon von unserem rechtstaatlichen Wertekonsens entfernt haben? Dabei spreche ich gar nicht von diesem unsäglich johlenden Mob. Es ist ebenso erschreckend, dass alle jene, die das Primat des Rechtsstaats anmahnen, bereits in die linke Ecke gedrängt oder als nicht ernst zu nehmende "Gutmenschen" abqualifiziert werden. Zur Zeit brauchen wir keinen Feind von außen, wir sind dabei, unsere Gesellschaftsordnung von innen her auszuhöhlen.
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Bedauerlich, denn gerade diese rechtstaatlichen Werte haben sich junge Tunesier und Ägypter jüngst zum Vorbild genommen.
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