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FAZ.NET-Frühkritik: „Precht“
Werdet endlich perfekt!
Nicht Gott, der Mensch kommt da aus der Maschine
Längst überholt, was hier Literatur und
„Philosophie“ gemeinsam zur Vision stilisieren. Der
„Körper“ ist in der Krise, und mit diesem dessen Geist.
Dem Menschen, der da sich anschickt, sich selber neu zu erschaffen, ist
vor allem eins im Wege: er sich selber. Seine materiale Bindung, wie
selbstredend sein Geist. Ein Körper nämlich, welcher neuronale
Vernetzung zu Bewusstsein werden lässt. Vielleicht bis zum Mars,
aber wirklich nicht viel weiter, kann man mit einem solchen Menschen
noch kommen. Mit Informationen hingegen, erobert man das All – in
Lichtgeschwindigkeit. Der Geist wird in den Siliziumchip gepackt und dem
Körper zugesandt, der da, wenn überhaupt als ein solcher noch
notwendig, per Knopfdruck, mittels eines „3-D-Computers“ -
vielleicht (ich weiß: wo ich das schreibe, ist es schon
überholt!), an Ort und Stelle, und solchermaßen lokal
angepasst, zur Verfügung gestellt wird. Körperkult wie
Geistesanstrengung sind von gestern. Nicht Gott, der Mensch kommt da aus
der Maschine.
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