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Nordkorea
Die letzte Planwirtschaft
Ich bin zugegebenermaßen kein Agrarökonom,
aber kann es nicht vielleicht auch sein, dass Nordkorea sich gar nicht
flächendeckend selbst versorgen WILL? Wer Hunger leidet, hat in der
Regel andere Probleme als regimefeindliche Umtriebe zu verfolgen und
allzu häufig auch schlicht nicht die Kraft dazu. Mir
persönlich ist kein einziger Aufstand oder Umsturzvesuch seit
Beginn der Kim-Herrschaft bekannt. Wenn man den Hunger dann noch mit der
Kim'schen Dioktrin verbindet, jedes konterrevolutionäre Element bis
in die 3. Generation auszurotten, dann hat man aus Sicht des Regimes
schon einmal die halbe Miete für den Machterhalt sicher.
Ich will die Thesen des Autoren keinesfalls entkräften; das
ließe meine Informationslage gar nicht zu. Jedoch erscheint mir
der Gedanke recht logisch, dass ein entkräftetes Volk wenig zu
leisten vermag, was Aufstände angeht, während sich die
Würdenträger und Parteimitglieder (inkl. des Militärs) in
Pjöngjang die Wänste vollschlagen.
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