Beitrag
Wort des Jahres
Gegen die Routine
„Kampf um Deutungshoheit“=Auseinandersetzung mit
herrschendem Verständnis
Sehr gut, Holger Steltzner! Es geht um das Verstehen von Worten und
Aussagen, was sie bedeuten. „Verschleiert“,
„vernebelt“ wird mit scheinbaren Begriffen. Und mit der
Behauptung, mit ihnen werde allgemein begriffen, was sie bedeuteten.
Jeder verstünde sie doch, auf seine Weise – in bunter
Meinungsvielfalt. Auch mit ihrer Verwendung, weil sie
„griffig“ seien, wird „verschleiert“,
„vernebelt“. Selbst in Deutsch unsinnige Wortekonstrukte wie
z.B. „Anleihekäufe“,
„Stabilitätsmechanismus“ werden als Begriffe verkauft.
„Konfrontation mit der Wirklichkeit“ ist mehr als das
Konfrontieren mit Worten und Aussagen, mit denen ein anderes
Verständnis von Wirklichkeit ausgedrückt werde. Doch dieses
Verständnis „verschleiert“, „vernebelt“
dann ebenfalls, wird es mit scheinbaren Begriffen, unsinnigen
Wortekonstrukten ausgedrückt.
Will der Journalist sich „investigativ“ am „Kampf um
die Deutungshoheit“ beteiligen, kann und sollte er als
"Waffe" zumindest die Logik der Sprache nutzen (Gottlob Frege)
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