Die Darstellung der Geldschöpfung von Herrn Siedenbiedel ist
schlicht und einfach falsch!
Keine Bank verleiht Geld, welches zuvor von der EZB geschöpft wird!
Wenn Banken Geld verleihen, dann schöpfen sie selbst Giralgeld.
Geld entsteht durch Kreditvergabe und verschwindet mit der Tilgung der
Schulden wieder. Banken müssen nur 1% der geschöpften
Geldmenge bei der EZB hinterlegen (Mindestreserve).
Wenn eine Zentralbank mit frisch geschöpftem Zentralbankgeld
Staatsanleihen aufkauft, landet das Geld direkt beim vorherigen Besitzer
der Staatsanleihe. Kauft die EZB die Staatsanleihe direkt beim Staat,
ist das Geld dann logischerweise beim Staat, der dann entweder
auslaufende Anleihen durch solche mit niedrigerem Zins ersetzt, oder die
Staatsverschuldung erhöht.
Warum bitte soll eine höhere Staatsverschuldung mit so gut wie
keinen Zinsen die Inflation steigern?